Rage Club intensiv – Wutworkshop

19.09.2026

14:00 – 18:00 Uhr

Bildungs- und Kulturort PHÖNIXBERG
Zum Kapellenwald 1
36358 Herbstein

Teilnahmebeitrag:
85 € pro Person (Normalverdiener)
55 € ermäßigt (auf Anfrage)

Ein Erfahrungsraum für Menschen, die ihre Wut wiederfinden und gesund ausdrücken wollen.

Die volle Erfahrung der bewussten Wutarbeit – ein halber Tag in der Natur am Phönixberg

Die meisten Menschen, die ich kenne, haben kein Problem damit zu sagen: „Wut ist nicht so meins.” Was sie damit oft meinen: Ich darf nicht wütend sein. Ich kann nicht wütend sein. Ich werde lieber still, traurig oder krank, bevor ich wütend werde.

Worum es in diesem Workshop geht

Wut wird schnell mit Cholerik, Ausrasten oder Gewalt verwechselt. Was dabei untergeht: Wut ist auch die Energie, die Klarheit schafft. Die dir hilft, Grenzen zu setzen. Die Veränderung in Bewegung bringt. Sie ist Lebenskraft, die wir uns selbst und einander zumuten dürfen. Viele von uns haben verlernt, sie überhaupt noch zu spüren.

Hier geht es nicht darum, mehr zu wüten. Es geht darum, deine Wut wieder wahrzunehmen. Sie auszudrücken, in einem Raum, in dem das ohne Konsequenzen möglich ist. Und zu erleben, wie sich dein System anfühlt, wenn die Energie endlich raus durfte. Es ist eine Mischung aus Theorie, Körperarbeit und Integration. Wir reden, wir spüren, wir bewegen, wir schreien – wenn du willst. Niemand muss etwas. Alles ist eine Einladung.

Wofür Wut da ist

Wut ist nicht das Problem. Wut ist eine Lebenskraft, die du brauchst, um:

  • „Nein!” oder „Stop!” zu sagen
  • „Ja!” zu sagen – denn ein echtes Ja kann nur sagen, wer auch Nein sagen kann
  • Grenzen zu setzen
  • Klarheit zu schaffen, wo Verwirrung ist
  • Dinge zu verändern, zu bewegen, zu stoppen oder zu starten
  • dich von Dingen zu trennen, die nicht mehr zu dir passen
  • zu sagen, was du willst – und was du nicht willst
  • für etwas oder jemanden einzustehen
  • zu handeln, nicht nur zu denken
  • Versprechen einzuhalten und dich zu committen
  • in deiner Integrität zu bleiben
  • deinen nächsten Schritt zu gehen

Mit anderen Worten: Wut ist die Energie, mit der du das Nächste in deinem Leben erschaffst.

Du erkennst dich vielleicht wieder, wenn du …

  • Wut oft runterschluckst, umleitest oder gar nicht mehr spürst
  • bei Konflikten eher verstummst, statt klar zu werden
  • merkst, dass dir manchmal die Kraft fehlt, etwas wirklich zu wollen
  • klarer Grenzen setzen möchtest
  • neugierig bist, was eigentlich hinter deiner Wut steckt

Was du aus diesem Workshop mitnehmen kannst:

  • Du lernst, deine Wut zu spüren, statt sie zu schlucken oder umzuleiten
  • Du erfährst, wie sich konstruktiver Wutausdruck körperlich anfühlt
  • Du bekommst konkrete Werkzeuge, um deine Wut im Alltag zu nutzen, ohne andere zu verletzen
  • Du erlebst, wie sich Grenzen setzen anfühlt, wenn deine Wut dich dabei trägt
  • Du gehst mit einem ruhigeren Nervensystem nach Hause, als du angekommen bist

Viele Teilnehmende berichten, dass sie sich danach wacher, klarer und gleichzeitig weicher fühlen. Wut, die jahrelang gebunden war, braucht keine Energie mehr zum Festhalten.

Wie wir an diesem Tag arbeiten

Wir treffen uns in einem klar strukturierten Rahmen. Du wirst durch den Tag begleitet von mir und ein bis zwei weiteren Raumhalter:innen.

  • Ankommen & Vereinbarung (ca. 35 Min): Wir kommen an, lernen uns kennen und kreieren gemeinsam einen sicheren Raum. Du unterschreibst eine kurze schriftliche Vereinbarung – das ist Teil unseres Übergangs in diesen Erfahrungsraum.
  • Theorie & Enttabuisierung (ca. 45 Min): Wir reden über Wut. Über die Taubheitsschwelle. Über das, was uns als Kindern beigebracht wurde – und was nicht. Über den Unterschied zwischen Wut und Gewalt. Über Wut als Lebenskraft.
  • Pause mit Verpflegung (20 Min)
  • Körperarbeit & Wut-Praxis (ca. 85 Min): Hier wird es konkret. Wir arbeiten mit Atem, Stimme, Körper. Wir üben, Wut zu spüren und auszudrücken – in einem geführten Rahmen. Du entscheidest selbst, wie weit du gehst. Es gibt keine Erwartung, dass du etwas leisten musst.
  • Integration & Abschluss (ca. 45 Min): Wir kommen wieder zur Ruhe. Eine geführte Meditation hilft dir, das Erlebte einzuordnen. Danach gibt es Raum für jeden, zu teilen, wie es ihm oder ihr jetzt geht.

Was diesen Raum sicher macht

  • Wir arbeiten trauma-informiert und trauma-sensibel
  • Du entscheidest immer selbst, wie weit du gehst
  • Es gibt klare Regeln, die du vorab kennenlernst und unterschreibst
  • Bei Bedarf kannst du den Raum jederzeit verlassen – eine Raumhalter:in begleitet dich für ein Gespräch
  • Verpflegung und Wasser stehen bereit, anschließend gibt es ein Abendessen

Dieser Workshop ist für dich, wenn du …

  • spürst, dass du Wut oft runterschluckst, unterdrückst oder gar nicht mehr fühlst
  • dir wünschst, klarer Grenzen setzen zu können – im Beruf, in Beziehungen, mit dir selbst
  • merkst, dass dir manchmal die Energie fehlt, etwas wirklich zu wollen
  • bereit bist, dich auf eine körperliche und emotionale Erfahrung einzulassen
  • psychisch stabil bist und dich auf einen geschützten Erfahrungsraum freust

Dieser Workshop ist nicht der richtige Ort, wenn du …

  • dich aktuell in einer akuten psychischen Krise befindest
  • unter unbehandelten Traumata leidest, die noch keinen Rahmen gefunden haben
  • gerade schwanger bist (die körperliche Intensität ist nicht geeignet)
  • erwartest, dass jemand etwas mit dir macht – hier wirst du selbst aktiv
  • nach Therapie suchst – das ist ein Erfahrungs-, kein Therapieraum

Wenn du unsicher bist, schreib mir vorher gerne eine Nachricht oder mach dir einen Vorgespräch-Termin mit mir. Wir finden gemeinsam heraus, ob es der passende Workshop für dich ist:

Was nach dem Workshop bleibt

Wut ist nichts, was du in vier Stunden auflöst. Aber du kannst in vier Stunden eine andere Beziehung zu ihr aufbauen. Viele, die diesen Raum durchlaufen haben, sagen mir hinterher Sätze wie:

„Ich habe mich vorher nicht getraut, laut zu werden. Heute bin ich rausgegangen und konnte gar nicht aufhören zu grinsen. Ich glaube, ich war jahrelang im Standby-Modus.“

„In der Theoriephase hab ich noch gedacht: Naja, wir werden sehen. Beim Schreien hab ich dann geheult. Heute morgen bin ich aufgewacht und es war einfach leichter.“

„Ich dachte, ich hätte keine Wut. Stellt sich raus: Ich hatte sehr viel davon, sie war nur sehr leise geworden. Sie wieder zu spüren war ungewohnt – und gleichzeitig der ehrlichste Moment seit langem.“

Du bekommst von mir am Ende ein paar einfache Übungen mit, mit denen du auch zu Hause weiterarbeiten kannst. Ohne Druck, ohne Hausaufgaben. Einfach Werkzeuge, falls du sie brauchst.

Was du mitbringst

  • Bequeme Kleidung, in der du dich bewegen kannst
  • Ein Handtuch
  • Eine Wasserflasche
  • Etwas zum Schreiben, falls du dir Notizen machen möchtest
  • Bereitschaft, dich auf dich selbst einzulassen

Verpflegung wird gestellt – es gibt ein leckeres vegetarisches Catering für uns.

Samuel Kümmel – Veranstalter, Raumhalter und Host

Veranstalter, Raumhalter und Host:

Samuel Kümmel
Integraler Coach, Trainer und Redner
Mehr über mich →

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