Ein Erfahrungsraum für Menschen, die ihre Wut wiederfinden und gesund ausdrücken wollen.
Ein Nachmittag. Eine Schwelle. Eine andere Beziehung zu deiner Wut – für den Rest deines Lebens.
Die meisten Menschen verbringen Jahrzehnte an dieser Schwelle, ohne sie je zu überschreiten. Sie spüren, dass da etwas ist – eine Kraft, die sie nie ganz zugelassen haben. Und sie bleiben stehen. Heute nicht. An diesem Nachmittag gehst du hindurch.
Worum es in diesem Workshop geht
Vier Stunden. Ein Raum, der genau dafür gebaut ist, dass in dir etwas kippen darf. Keine Bremse, kein Sicherheitsabstand zu deiner eigenen Kraft. Wir gehen so weit, wie du bereit bist zu gehen – und meistens ist das weiter, als du dir vorher zugetraut hättest. Was am frühen Nachmittag noch undenkbar war, kann am Abend bereits Realität sein: ein neues Verhältnis zu der Energie, die du am längsten von dir weggeschoben hast.
Wut wird schnell mit Cholerik, Ausrasten oder Gewalt verwechselt. Dabei ist sie etwas anderes: die Kraft, die Klarheit schafft. Die dich Grenzen setzen lässt. Die Veränderung in Bewegung bringt. Lebenskraft, die du dir selbst und anderen zumuten darfst. Die meisten von uns haben verlernt, sie überhaupt noch zu spüren – und genau das ändert sich heute.
Wofür Wut da ist
Wut ist nicht das Problem. Wut ist eine Lebenskraft, die du brauchst, um:
- „Nein!” oder „Stop!” zu sagen
- „Ja!” zu sagen – denn ein echtes Ja kann nur sagen, wer auch Nein sagen kann
- Grenzen zu setzen
- Klarheit zu schaffen, wo Verwirrung ist
- Dinge zu verändern, zu bewegen, zu stoppen oder zu starten
- dich von Dingen zu trennen, die nicht mehr zu dir passen
- zu sagen, was du willst – und was du nicht willst
- für etwas oder jemanden einzustehen
- zu handeln, nicht nur zu denken
- Versprechen einzuhalten und dich zu committen
- in deiner Integrität zu bleiben
- deinen nächsten Schritt zu gehen
Mit anderen Worten: Wut ist die Energie, mit der du das Nächste in deinem Leben erschaffst.
Du erkennst dich vielleicht wieder, wenn du …
- Wut seit Jahren runterschluckst, umleitest oder gar nicht mehr spürst
- bei Konflikten verstummst, statt klar zu werden
- merkst, dass dir die Kraft fehlt, etwas wirklich zu wollen
- spürst, dass eine sanfte Annäherung dir nicht mehr reicht
- bereit bist, an die Schwelle zu gehen – nicht nur in ihre Nähe
Was an diesem Nachmittag möglich wird
- Du spürst Wut, die seit Jahren keinen Raum mehr hatte – unverstellt, ungefiltert
- Du erlebst am eigenen Körper, wie sich eine Grenze anfühlt, die wirklich hält
- Du bekommst Feedback von einem Team, das dir zeigt, was du an dir selbst nicht sehen kannst
- Du gehst mit einem Nervensystem nach Hause, das sich neu kalibriert hat
- Du nimmst einen Wendepunkt mit – keine Theorie
Wut, die jahrelang gebunden war, braucht keine Energie mehr zum Festhalten. Das merkst du nicht morgen. Das merkst du am selben Abend.
Wie wir an diesem Nachmittag arbeiten
Du wirst durch den Nachmittag begleitet von mir und ein bis zwei weiteren Raumhalter:innen. Anders als bei einer ersten Annäherung gibt es hier keine eingebaute Bremse – das Tempo und die Intensität bestimmst du, gemeinsam mit deinem Team.
- Ankommen & Vereinbarung (ca. 35 Min): Wir kommen an, lernen uns kennen und kreieren gemeinsam einen sicheren Raum. Du unterschreibst eine kurze schriftliche Vereinbarung – das ist Teil unseres Übergangs in diesen Erfahrungsraum.
- Theorie & Enttabuisierung (ca. 45 Min): Wir reden über Wut. Über die Taubheitsschwelle. Über das, was uns als Kindern beigebracht wurde – und was nicht. Über den Unterschied zwischen Wut und Gewalt. Über Wut als Lebenskraft.
- Pause mit Verpflegung (20 Min)
- Körperarbeit & Wut-Praxis (ca. 85 Min): Hier wird es konkret. Wir arbeiten mit Atem, Stimme, Körper. Wir üben, Wut zu spüren und auszudrücken – in einem geführten Rahmen. Du entscheidest selbst, wie weit du gehst. Es gibt keine Erwartung, dass du etwas leisten musst.
- Integration & Abschluss (ca. 45 Min): Wir kommen wieder zur Ruhe. Eine geführte Meditation hilft dir, das Erlebte einzuordnen. Danach gibt es Raum für jeden, zu teilen, wie es ihm oder ihr jetzt geht.
Was diesen Raum sicher macht
- Wir arbeiten trauma-informiert und trauma-sensibel
- Du entscheidest immer selbst, wie weit du gehst
- Es gibt klare Regeln, die du vorab kennenlernst und unterschreibst
- Bei Bedarf kannst du den Raum jederzeit verlassen – eine Raumhalter:in begleitet dich für ein Gespräch
- Verpflegung und Wasser stehen bereit, anschließend gibt es ein Abendessen
Dieser Workshop ist für dich, wenn du …
- spürst, dass du Wut oft runterschluckst, unterdrückst oder gar nicht mehr fühlst
- dir wünschst, klarer Grenzen setzen zu können – im Beruf, in Beziehungen, mit dir selbst
- merkst, dass dir manchmal die Energie fehlt, etwas wirklich zu wollen
- bereit bist, dich auf eine körperliche und emotionale Erfahrung einzulassen
- psychisch stabil bist und dich auf einen geschützten Erfahrungsraum freust
Dieser Workshop ist nicht der richtige Ort, wenn du …
- dich aktuell in einer akuten psychischen Krise befindest
- unter unbehandelten Traumata leidest, die noch keinen Rahmen gefunden haben
- gerade schwanger bist (die körperliche Intensität ist nicht geeignet)
- erwartest, dass jemand etwas mit dir macht – hier wirst du selbst aktiv
- nach Therapie suchst – das ist ein Erfahrungs-, kein Therapieraum
Wenn du unsicher bist, schreib mir vorher gerne eine Nachricht oder mach dir einen Vorgespräch-Termin mit mir. Wir finden gemeinsam heraus, ob es der passende Workshop für dich ist:
Was nach dem Workshop bleibt
Wut ist nichts, was du in vier Stunden auflöst. Aber du kannst in vier Stunden eine andere Beziehung zu ihr aufbauen. Viele, die diesen Raum durchlaufen haben, sagen mir hinterher Sätze wie:
„Ich habe mich vorher nicht getraut, laut zu werden. Heute bin ich rausgegangen und konnte gar nicht aufhören zu grinsen. Ich glaube, ich war jahrelang im Standby-Modus.“
„In der Theoriephase hab ich noch gedacht: Naja, wir werden sehen. Beim Schreien hab ich dann geheult. Heute morgen bin ich aufgewacht und es war einfach leichter.“
„Ich dachte, ich hätte keine Wut. Stellt sich raus: Ich hatte sehr viel davon, sie war nur sehr leise geworden. Sie wieder zu spüren war ungewohnt – und gleichzeitig der ehrlichste Moment seit langem.“
Du bekommst von mir am Ende ein paar einfache Übungen mit, mit denen du auch zu Hause weiterarbeiten kannst. Ohne Druck, ohne Hausaufgaben. Einfach Werkzeuge, falls du sie brauchst.
Was du mitbringst
- Bequeme Kleidung, in der du dich bewegen kannst
- Ein Handtuch
- Eine Wasserflasche
- Etwas zum Schreiben, falls du dir Notizen machen möchtest
- Bereitschaft, dich auf dich selbst einzulassen
Verpflegung wird gestellt – es gibt anschließend ein leckeres vegetarisches Catering für uns.